Der Silbersee – Ein Wintermärchen Konzertreihe

Dienstag, 04.12.2018, 20.00 Uhr Stadthalle Metzingen
Stückeinführung 19.30 Uhr

Oper von Kurt Weill, Text von Georg Kaiser
Eintritt: 26 €, ermäßigt 16 €, VRM-Mitglieder und Konzertreihenabonennten frei 

Weills letztes in Deutschland geschriebenes Werk mit Anspielungen auf die Situation vor Hitlers Machtergreifung wurde unter Protesten der Nazis gegen „jüdischen Missbrauch deutscher Opernbühnen“ schon nicht mehr in Berlin uraufgeführt, sondern in Leipzig, Magdeburg und Erfurt am 18. Februar 1933, dem damals so bezeichneten letzten Tag größten Jahrzehnts der deutschen Kultur im 20. Jahrhundert. Es markiert das Ende einer innovativen Ära, geprägt durch Kämpfe gegen Armut, Ausbeutung, Mief und Spießigkeit, für künstlerische Fantasie und Kreativität, wurde alsbald abgesetzt und auf dem Berliner Opernplatz verbrannt; Weill floh im März 1933 vor drohender Verhaftung durch die Gestapo.
Der mit anderen Hungerleidern am Silbersee hausende Severin wird bei einem Lebensmitteldiebstahl vom Polizisten Olim angeschossen. Dieser nimmt, um seine Schuld wieder gut zu machen, den auf Rache sinnenden Severin in seinem Gut auf, das er durch einen Lottogewinn erwerben kann. Beide versöhnen sich schließlich, werden aber durch die Intrige einer Adligen verjagt und wollen im Silbersee sterben. Doch dieser ist plötzlich zugefroren und trägt sie in eine bessere Zukunft – ein hoffnungsvolles Ende, das die Wirklichkeit grausam verfehlte.
(Bild)
Das Werk vereint verschiedene Formen wie Kantate, Instrumentalstücke, Sprechtheater, Moritaten und Lieder. Die naiv wirkende und gleichzeitig raffinierte, eingängige Musik erinnert an die „Dreigroschenoper“.
Ein Gastspiel der Städteoper Südwest Pforzheim unter der Regie des Intendanten Thomas Münstermann mit Teilnahme örtlicher Bürger nach einer Probe am Tag der Aufführung.
Dauer 2 Stunden 30 Minuten, eine Pause