Das Tagebuch der Anne Frank empfohlen ab 8. Klasse

Frances Goodrich, Albert Hackett
Dienstag, 12.2.2018, Beginn 19 Uhr, Stückeinführung 18:30 Uhr

Eintritt: 20 €, ermäßigt 12 €, Schüler in Gruppen 7 €, VRM-Mitglieder frei 

Am 6. Juli 1942 taucht die jüdische Familie Frank in einem geheimen Hinterhaus an der Prinsengracht – Vater Otto Franks Bürogebäude – in Amsterdam unter. Nach dem Einmarsch der deutschen Truppen in die Niederlande, wohin die Familie 1933 aus Frankfurt geflüchtet war, kann sie dem Verfolgungsdruck nicht mehr standhalten. Zwei Jahre wohnen die Franks auf engstem Raum mit Familie van Pels und dem Zahnarzt Fritz Pfeffer. Die Untergetauchten haben nur das Nötigste zur Verfügung, einzig ihre Helferinnen und Helfer und ein Radio verbinden sie mit dem Rest der Welt. In ihrem Tagebuch, das sie zu ihrem 13. Geburtstag geschenkt bekommen hat, beschreibt Anne Frank den zermürbenden Alltag auf Zehenspitzen und berichtet von der stets präsenten Angst vor dem Entdecktwerden, von Hunger und Gesundheitsproblemen. Sie schreibt aber auch über die Schwierigkeiten mit ihren Eltern und ihre aufkeimenden Gefühle für Peter van Pels. Sehnsüchte und Gedanken einer normalen jungen Frau mischen sich mit beeindruckenden Reflexionen über die Ohnmacht der Juden gegenüber Rassismus und Massenmord durch die Nationalsozialisten.

Die Lektüre von Anne Franks Tagebuch vor dem Theaterbesuch ist nicht notwendig. Gerade das unvoreingenommene, außerordentlich bewegende Theatererlebnis ermöglicht Jugendlichen eine Identifikation mit der gleichaltrigen Anne jenseits ihrer Ikonisierung. Empfehlenswert ist aber ein Einblick in die geschichtlichen Hintergründe insbesondere zur Judenverfolgung und zur Besetzung der Niederlande im 2. Weltkrieg. Hilfreich sind außerdem die Kenntnis von Familie Franks Fluchtgeschichte sowie eine Begriffsklärung von „Untertauchen“, da beides den Bezug zur gegenwärtigen Flüchtlingssituation unterstreicht.
75 Jahre nach ihrem ersten Tagebucheintrag zeigt die WLB Anne Franks Geschichte in einer Koproduktion mit der Jungen WLB als großes Ensemblestück; Regie: Christine Gnann

Dauer ca. 2 Stunden ohne Pause