Vergangene Veranstaltungen

Goethes Faust Teil 2 unterhaltsam – als Musical!

Samstag, 02.03.2019, 20 Uhr, 19:30 Uhr Stückeinführung, Stadthalle Metzingen

Stückeinführung 19.30 Uhr Eintritt: 24 €, ermäßigt 16 €,
VRM-Mitglieder und Konzertreihe-Abonnenten frei 

Hereinspaziert! Hereinspaziert! Folgen Sie uns in die fantastische Welt von Fizz, dem Zirkusdirektor in Doctor Faustus‘ Magical Circus. Und Fizz, besser bekannt unter seinem bürgerlichen Namen Mephistopheles, lässt wahrlich die Puppen tanzen. Was er dem Publikum präsentiert, ist nicht weniger als der komplette „Faust II“ – aber so, wie man ihn noch nie gesehen hat, irgendwo zwischen Weimarer Klassik, „Rocky Horror Show“ und Monty Python, umgesetzt durch die Württembergische Landesbühne Esslingen.
Von „der Tragödie erster Teil“ noch schwer gebeutelt, erhält Faust eine radikale Verjüngungskur. Er ist dabei, als sich die Finanzkrise des Staates durch die Erfindung des Papiergeldes scheinbar wie von selbst in Wohlgefallen auflöst und verliebt sich unsterblich in die schöne Helena, die er fortan zu gewinnen sucht. Faust wohnt der Erweckung des Homunculus bei, fliegt auf einem Besen durch die Luft, nimmt einen Drink in einer Kneipe namens „Witches Place“ und bittet schließlich Persephone, die Herrin der Unterwelt, darum, Helena nochmals aus dem Totenreich zu entlassen (eine Szene, die Goethe leider nicht ausgeführt hat, die nun aber endlich und zum allerersten Mal auf die Bühne kommt).

Goethe selbst bezeichnete seinen „Faust II“ als „schlicht inkonsumerable Aneinanderreihung von Szenen und Metaphern“. Ein Glück, dass dem Publikum Professor Mathias Eckermann zur Seite steht, ein direkter Nachfahre des Goethe-Adlatus Johann Peter Eckermann und ausgewiesener Experte des klassischen Genies. Er hat im Nachlass eine Handreichung seines Vorfahren entdeckt, die in Fizz’ Circus immer dann zum Einsatz kommt, wenn man den Überblick zu verlieren droht.
Der Komponist und Autor Martin Lingnau (u. a. „Das Wunder von Bern“) hat mit dem Songtexter Wolfgang Adenberg einen höchst ergötzlichen, musikalischen Parforceritt durch den sonst eher als spröde angesehenen zweiten Teil von Goethes Tragödie geschaffen – erhellende Einsichten inklusive.

Dauer ca. 3 Stunden einschließlich Pause

 


Das Tagebuch der Anne Frank – empfohlen ab 8. Klasse 

Frances Goodrich, Albert Hackett
Dienstag, 12.2.2019, Beginn 19 Uhr, Stückeinführung 18:30 Uhr

Eintritt: 20 €, ermäßigt 12 €, Schüler in Gruppen 7 €, VRM-Mitglieder frei 

Am 6. Juli 1942 taucht die jüdische Familie Frank in einem geheimen Hinterhaus an der Prinsengracht – Vater Otto Franks Bürogebäude – in Amsterdam unter. Nach dem Einmarsch der deutschen Truppen in die Niederlande, wohin die Familie 1933 aus Frankfurt geflüchtet war, kann sie dem Verfolgungsdruck nicht mehr standhalten. Zwei Jahre wohnen die Franks auf engstem Raum mit Familie van Pels und dem Zahnarzt Fritz Pfeffer. Die Untergetauchten haben nur das Nötigste zur Verfügung, einzig ihre Helferinnen und Helfer und ein Radio verbinden sie mit dem Rest der Welt. In ihrem Tagebuch, das sie zu ihrem 13. Geburtstag geschenkt bekommen hat, beschreibt Anne Frank den zermürbenden Alltag auf Zehenspitzen und berichtet von der stets präsenten Angst vor dem Entdecktwerden, von Hunger und Gesundheitsproblemen. Sie schreibt aber auch über die Schwierigkeiten mit ihren Eltern und ihre aufkeimenden Gefühle für Peter van Pels. Sehnsüchte und Gedanken einer normalen jungen Frau mischen sich mit beeindruckenden Reflexionen über die Ohnmacht der Juden gegenüber Rassismus und Massenmord durch die Nationalsozialisten.

Die Lektüre von Anne Franks Tagebuch vor dem Theaterbesuch ist nicht notwendig. Gerade das unvoreingenommene, außerordentlich bewegende Theatererlebnis ermöglicht Jugendlichen eine Identifikation mit der gleichaltrigen Anne jenseits ihrer Ikonisierung. Empfehlenswert ist aber ein Einblick in die geschichtlichen Hintergründe insbesondere zur Judenverfolgung und zur Besetzung der Niederlande im 2. Weltkrieg. Hilfreich sind außerdem die Kenntnis von Familie Franks Fluchtgeschichte sowie eine Begriffsklärung von „Untertauchen“, da beides den Bezug zur gegenwärtigen Flüchtlingssituation unterstreicht.
75 Jahre nach ihrem ersten Tagebucheintrag zeigt die WLB Anne Franks Geschichte in einer Koproduktion mit der Jungen WLB als großes Ensemblestück; Regie: Christine Gnann

Dauer ca. 2 Stunden ohne Pause

 

 


 

Südtirol – Unter und über den Wolken 10.2.2019 Luna Film Theater
Steffen Hoppe http://www.steffen-hoppe.de

An was denken Sie, wenn Sie das Wort Südtirol hören? An leuchtenden Dolomitenkalk unter einem tiefblauen Himmel? Blühende Obstbäume im Vinschgau und herbstlich gefärbte Bergwälder? Ein Glas Rotwein? Richtig. Der Offenbacher Fotojournalist Steffen Hoppe kennt Südtirol seit seinen ersten Urlauben im Kindesalter. Und das ist lange her.

In seiner neuen Fotoreportage erkundet Steffen zu allen Jahreszeiten faszinierende Wege auf der Tiroler Alpensüdseite: Von den Drei Zinnen im Osten, bis zur höchsten Spitz` im Land weit im Westen: dem Ortler.

Einst wurden sie die „Bleichen Berge“ genannt. Wer jedoch einmal einen Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang in den Dolomiten erlebte, wird das Farbenspiel niemals mehr vergessen. Heute führen Friedenswege auf ehemaligen Kriegssteigen durch senkrechte Wände. Ausgesetzte Kletterrouten und Klettersteige in den Sextener Dolomiten und im Rosengarten, scheinen direkt in den Himmel zu leiten. Im Winter legen wir die Schneeschuhe an und ziehen unsere einsamen Spuren durch die märchenhaften Landschaften der Fanes-Hochfläche.

Auf gut 100 Kilometern umrundet der Meraner Höhenweg den Naturpark Texelgruppe. Am Weg liegen urwüchsige Bergbauernhöfe, blühende Alpenrosenfelder und die weltentrückten Spronser Seen. Im angrenzenden Schnalstal überschreiten im Juni an die 3000 Schafe eisige Pässe, um ihre traditionellen Sommerweiden im angrenzenden Nordtirol zu erreichen. Eine harte Belastung für Mensch und Tier.

Uralte Lärmrituale wie das Klosn in Stilfs und das wilde Faschingstreiben in Tramin, der Egetmann-Umzug, zeugen von lebendigen Traditionen.

Traumhafte Routen, farbenprächtige Feste und das unvergessliche Licht unter und über den Wolken werden Sie nicht loslassen. Es ist nicht weit bis Südtirol.


www.franksieberphoto.de

 

 

 

Schwabenrock

Samstag, 2.2.2019, 20 Uhr Stadthalle Metzingen

Eintritt: 20 €, ermäßigt 12 €, VRM-Mitglieder frei 

Schwobarock isch bäck! Wolle Kriwanek, Hank Häberle, Schwoißfuaß … Große Namen aus großen Zeiten – MUGGABATSCHR bringen sie zurück.
Die Band rund um Frontmann Buddy Bosch (bekannt durch die „Kehrwoch Mafia“ und „Schwobakomede“) spielt dessen Eigenkompositionen und die größten Schwobarock-Hits auf unvergleichliche Art und Weise und garniert sie mit Welthits auf schwäbisch.

Wenn im Land des „Rastamann’s“ die „Schwobahymne“ ertönt, ein stolzer Schwabe den Einheimischen erklärt „I schwätz schwäbisch“ um anschließend mit seinem „GTI“ neben dem „Geistertruck am Aichelberg“ „Hoim ens Schwobaland“ zu fahren, wo er nach einer „Nacht ohne Froga“ eine Standpauke seiner Liebsten erhält, die ihn nach der Frage „Reggae die uff?“ vor die Tür setzt, er dann vor der Tür bemerkt dass „Es schneilet“, ein „UFO“ sieht und feststellt „Oiner isch emmer dr Arsch“: Dann weiß der Konzertbesucher, er ist mittendrin bei den „MUGGABATSCHR“. So wird jedes Konzert zur vollen Portion „Schwobarock“ pur und zu einer Zeitreise durch die gröschde Hits aus 40 Johr.

Dauer ca. 2 Stunden 30 Minuten einschließlich Pause


Multi-Media-Lesung zur südwestdeutschen Popmusik

40 Jahre schwäbische Rockmusik-Kultur
Samstag, 2.2.2019, 20 Uhr Stadthalle Metzingen

Eintritt: 20 €, ermäßigt 12 €, VRM-Mitglieder frei 

Schwobarock isch bäck! Wolle Kriwanek, Hank Häberle, Schwoißfuaß … Große Namen aus großen Zeiten – MUGGABATSCHR bringen sie zurück.
Die Band rund um Frontmann Buddy Bosch (bekannt durch die „Kehrwoch Mafia“ und „Schwobakomede“) spielt dessen Eigenkompositionen und die größten Schwobarock-Hits auf unvergleichliche Art und Weise und garniert sie mit Welthits auf schwäbisch.

Wenn im Land des „Rastamann’s“ die „Schwobahymne“ ertönt, ein stolzer Schwabe den Einheimischen erklärt „I schwätz schwäbisch“ um anschließend mit seinem „GTI“ neben dem „Geistertruck am Aichelberg“ „Hoim ens Schwobaland“ zu fahren, wo er nach einer „Nacht ohne Froga“ eine Standpauke seiner Liebsten erhält, die ihn nach der Frage „Reggae die uff?“ vor die Tür setzt, er dann vor der Tür bemerkt dass „Es schneilet“, ein „UFO“ sieht und feststellt „Oiner isch emmer dr Arsch“: Dann weiß der Konzertbesucher, er ist mittendrin bei den „MUGGABATSCHR“. So wird jedes Konzert zur vollen Portion „Schwobarock“ pur und zu einer Zeitreise durch die gröschde Hits aus 40 Johr.

Dauer ca. 2 Stunden 30 Minuten einschließlich Pause

onnerstag, 31.01.2019, 20:00 Uhr
Festkelter Metzingen

Eintritt: 15 €, ermäßigt 10 €, VRM-Mitglieder frei

Eine Reise in die Geschichte der südwestdeutschen Popmusik unternimmt Christoph Wagner mit einem Multi-Media-Vortrag in Metzingen – für ‘Live’-Musik sorgen Fritz Heieck (Keyboards, Baß, Electronics) und Manfred Kniel (Schlagzeug, Perkussion)

Auf Baden-Württemberg wird vom Rest der Republik gerne herabgeschaut: „Gut im Autobauen, aber sonst nichts los!“ lautet das Vorurteil. Von wegen! Bereits in den sechziger und siebziger Jahren brummte es musikalisch im Südwesten – egal ob Beat, Jazz, Rock, Folk oder Blues. Noch in der tiefsten Provinz gab es Clubs und Jugendhäuser, wo Bands wie Guru Guru, Eulenspygel, Nine Days Wonder oder Kraan auftraten. Selbst die Heavy-Metal-Erfinder Black Sabbath absolvierten ihre erste Deutschland-Tour 1969 nicht durch die Großstädte der Republik, sondern durch die schwäbischen Provinz: Göppingen, Schorndorf und Schwäbisch Hall hießen die Stationen. Beim SWR-Fernsehen in Stuttgart erfand Werner Schretzmeier Ende der sechziger Jahre das Musik-Video mehr als zehn Jahre vor MTV, und die idealistische Popinitiative GIG in Reutlingen versuchte mit ehrenamtlichem Engagement eine Alternative zum kommerziellen Popkonzertbetrieb aufzubauen.

All diese Themen hat Christoph Wagner in seiner aktuellen Veröffentlichung „Träume aus dem Untergrund – als Beatfans, Hippies und Folkkreaks Baden-Württemberg aufmischten“ ausführlich dokumentiert. Der Balinger Musikjournalist und Musikhistoriker, der seit Jahren in England lebt, wird sein Buch in einem Multi-Media-Vortrag am Donnerstag, den 31. Januar 2019 in Metzingen vorstellen.

In der Lesung, die mit vielen raren Fotos und Abbildungen illustriert wird, läßt Wagner die Geschichte der populären Musik und ihrer Macher im wilden Süden wieder lebendig werden. Das Buch im Silberburg-Verlag hat sich seit seiner Veröffentlichung im Herbst zu einem regionalen Bestseller entwickelt. In den Medien wurde es äußerst positiv besprochen. Selbst Minsterpräsident Winfried Kretschmann war anläßlich der Buchtaufe im Stuttgarter Theaterhaus voll des Lobes.

Untermalt wird die Multi-Media-Lesung von ‘Live’-Musik, für die Fritz Heieck (Keyboards, Baß, Electronics) und Schlagzeuger Manfred Kniel sorgen. Die beiden Musiker gehören zu den prägenden Gestalten der südwestdeutschen Musikszene. Sie haben seit den 1970er Jahren in Gruppen wie der Frederic Rabold Crew und dem Jazz Inspration Orchestra bundesweit große Beachtung erlangt. Heieck, der außerdem 30 Jahre im Radio-Sinfonieorchester Stuttgart spielte, ist ein musikalischer Tausendsassa, der sich gleichzeitig als Mitglied der Beatles Revival Band einen Namen gemacht hat. Schlagzeuger Manfred Kniel gilt als einer der originellsten Drummer der bundesdeutschen Jazzszene, der in letzter Zeit mit seiner Reduction Band und Fifty-Fifty im Rampenlicht stand.

Dauer ca. 1 Stunde 15 Minuten ohne Pause


KONZERTREIHE Neujahrskonzert
„Wien du Stadt meiner Träume“

Sonntag, 20. Januar 2019, 19.00 Uhr Stadthalle Metzingen
18:00 Uhr Einlass ins Foyer, 18:30 Uhr Saalöffnung
Johann Strauss Festival Orchester

Eintritt: 20 €, ermäßigt 12 €
VRM-Mitglieder und Konzertreihe-Abonnenten frei

Einen Abend voller Wiener Charme und Virtuosität versprechen die stets glänzend aufgelegten Musiker mit Walzerklängen, Polkas und zauberhaften Melodien jeder Art sowie die amerikanische Sopranistin Jacqueline Noparstak aus Stuttgart mit Arien und Songs aus Oper, Operette und Musical, dazu Jean-Paul Mathe` mit seiner charmanten, informativen und humorvollen Moderation.

Das im Jahre 1995 gegründete Salonorchester besteht hauptsächlich aus Musikern verschiedener Staats-und Theaterorchester aus Baden-Württemberg und wurde bald eines der bekanntesten seiner Art. Es entzündet ein einzigartiges Feuerwerk der schönsten Melodien vom Walzerkönig und seinen Zeitgenossen. Viele Tourneen durch Süddeutschland bis in die Schweiz und Österreich, seit einigen Jahren auch während des Sommerfestivals in Schleswig-Holstein, sowie ständige Wiedereinladungen, zeugen vom anhaltenden Erfolg dieses Ensembles.
Lassen Sie sich verzaubern und mitreißen vom Johann-Strauss-Festival Ensemble Baden-Württemberg!

Dauer: ca. 2 Std. 20 einschließlich einer Pause


Mallorca – Insel der Stille
Gereon Roemer
www.gereon-roemer.de

Mallorca ist ein Geheimtipp! Nicht das Mallorca für die Sonnenanbeter und Partytouristen. Da gibt es noch ein anderes Mallorca. Eine Insel der Stille. Die liegt ganz in der Nähe der Touristenmassen, aber irgendwie ist sie auch unendlich weit davon entfernt.

Der katalanische Schriftsteller Santiago Rusiñol hat vor einhundert Jahren ein Buch über diese Insel geschrieben. „La isla de la calma“ hat er es genannt, „Die Insel der Ruhe“. Seit dem hat sich viel verändert auf der größten Insel der Balearen, aber die stillen Orte findet man noch heute. Da gibt es nebelverhangene Klöster auf steilen Bergen, die sich einsam aus der flachen Ebene der Inselmitte erheben. Es gibt alte Piratentürme, die sich oberhalb der Steilküsten mit ihren meterdicken Mauern in den Wind stemmen. Und richtig still wird es in der Bergwelt des Tramuntana Gebirges, das sich über 90 Kilometer entlang der Nordküste erstreckt. Hier sind die Gipfel höher als die schottischen Highlands und der sagenumwobene Mönchsgeier zieht einsam seine Kreise. Schroffe Bergpfade führen den Wanderer durch alte Steineichenwälder und enden an Aussichtsplätzen in schwindelerregender Höhe, von denen aus der Blick weit über dem Mittelmeer schweift. Beim Abstieg in eines der Bergdörfer gerät der Besucher vielleicht in eines der Volksfeste, bei dem feuersprühende Dämonen durch die dunklen Gassen ziehen. Still ist es dann zwar nicht mehr aber Touristen sind auch hier nicht zu sehen, die Einheimischen feiern ihre Feste noch unter sich, auch in der Hauptsaison.

Auf zwanzig Reisen zu allen Jahreszeiten war ich den stillen Orten Mallorcas auf der Spur, die Santiago de Rusiñol vor einem Jahrhundert beschrieben hat. Über acht Monate lang war ich mit modernster Kamera- und Filmtechnik unterwegs, um die einzigartigen Momente auf dieser Insel einzufangen. In den meisten Fällen war ich dabei tatsächlich alleine und hatte das Privileg, die Natur mit niemandem teilen zu müssen. Und wenn ich nach einem Sonnenaufgang meine Kamera wieder in den Rucksack packe und rings herum wieder einmal keine Menschenseele zu sehen ist, dann bin ich mir sicher: Mallorca ist ein Geheimtipp!


Samstag, 5.1.2019, 19 Uhr Kelternplatz Metzingen

Besuchen Sie 3 von 5 Kabarettprogrammen an 5 Orten rund um den Metzinger Kelternplatz. Einlass und Bewirtung ab 18 Uhr! Infos zum Kartenvorverkauf erhalten Sie bei der Tourist-Info Metzingen, am Lindenplatz, Tel. 07123-925 326

Roman Weltzien „BRAINWASHED! Mein Gehirn macht mich fertig“

Wenn der Comedian dem Zuschauer das eigene gemarterte Hirn zu Füßen legt – vollgestopft mit überflüssigen Informationen, die seine körpereigene Festplatte irgendwo aufgeschnappt und gegen seinen Willen abgespeichert hat – kann vieles passieren. So taucht er in die Gefühlswelt einer schwulen Diesellok, enttarnt ein Terrornetzwerk islamistischer Singvögel und wagt sich an eine Neuinterpretation des Pichelsteiner Eintopfes. Wenn er nicht mehr weiter weiß, liest er auch schon mal aus seinem Tagebuch vor oder lässt sich zu einem Liedchen hinreißen.
„Romans Disziplin leidet häufig unter seinem großen Mitteilungsbedürfnis.“ Das bescheinigte ihm schon seine Lehrerin im Zeugnis der ersten Klasse. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Und so macht er grundsätzlich Witze über alles. Außer Tiernahrung. Dabei zieht er übrigens den erhobenen Mittelfinger dem Zeigefinger vor. Lassen Sie sich von ihm den Wirsing dünsten, den zerebralen Acker überdüngen, die Knolle kontaminieren, die Festplatte neu formatieren, die Rübe auf links ziehen.
Kopfwäsche, ohne nass zu werden.
 

Uli Masuth „Mein Leben als ICH“

Uli Masuth

 

 

 

Jeder für sich, Gott für uns alle – ein geflügeltes Wort, das den ganz normalen Egoismus unter dem großen Himmelszelt beschreibt: Jeder kümmert sich um seinen eigenen Kram und der liebe Gott ist für das große Ganze zuständig.Ob das die Welt zusammen hält? Denn wo Religion früher für viele Menschen Teil der Lösung war, wird sie heute für die Menschheit oftmals zum Problem. Wo es früher Gebote und Verbote gab, gibt es heute Optionen – und zwar jede Menge.Was ist los in einer Zeit, in der sich die Menschen ständig selbst fotografieren und die Überhöhung des eigenen Ichs stetig zunimmt?Welche Rolle spiele ich eigentlich in meinem Leben? Eine Hauptrolle? Eine Nebenrolle? Gar keine Rolle? Wer will das schon, keine Rolle spielen? Sind deshalb so viele Menschen völlig von der Rolle?Wie gut, dass Masuth Meister des rabenschwarzen Humors ist, der natürlich auch die Schwächen des Gutmenschentums bloßlegt und gewaltig gegen den Strich bürsten kann. Mit Masuth als „schwarzem Ritter“ lässt sich Licht ins egozentrische Verwirrungsdunkel bringen …Kabarett mit Musik, ohne Gesang, politisch.

Eva Eiselt „Vielleicht wird alles vielleichter“

Eva Eiselt

Ja, ja, die Welt wird immer komplexer. Alles dreht sich immer schneller. Man versteht ja so wenig. Aber eine Frau hält dagegen und vermutet: vielleicht wird alles vielleichter.
Denn brauchen wir eigentlich, was wir suchen?
Wäre weniger viel nicht viel mehr?
Nach welcher Vielosophie leben wir?
Fragen über Fragen, aber glücklicherweise hat die Eva ein wenig vom Baum der Erkenntnis genascht und kommt zu überraschenden Ergebnissen mit ihrem brandneuen und einzigartigen Mix aus Kabarett, Theater, Parodie und einer Prise positiven Wahnsinns.
Zwischen deutscher Eiche und Selfie-Stange, zwischen Saunaaufguss und Grillfesten, zwischen Kulturmanagement und Kinderspielplatz bleibt wahrlich kein Thema vor Eva und ihren zahlreichen Alter Egos sicher. Und: Eva nimmt vielleicht kein Blatt vor den Mund. Aber dafür spielt sie einen Baum, versprochen! Klingt anspruchsvoll? Ach, warten Sie ab,…vielleicht wird alles viel leichter.
Eine Frau spielt sich um Kopf und Fragen

Friedemann Weise „Die Welt aus der Sicht von schräg hinten“

© Manfred Wegener

„Wenn nur einer das Theater mit einem Lächeln verlässt, hat sich der Abend für mich gelohnt, … vorausgesetzt derjenige bin ich“ – der Kölner Comedian, Liedermacher und Satiriker mit komischen Liedern, skurrilen Onelinern, abstrusen Geschichten und erstklassigen Bilderwitzen.
Trierischer Volksfreund: Eine Mischung aus Helge Schneider und Olaf Schubert
Rheinische Post: Wer Olli Schulz und Rainald Grebe mag, wird Friedemann Weise verehren.
Schwäbisches Tagblatt: Friedemann Weise kombiniert auf seine ganz eigene Art die beiden Qualitäten, die auch die Genialität eines Helge Schneider ausmachen: Er ist ein genialer Musiker und er ist einfach brüllend komisch.
Anarcho-Humor mit Musik

Jens Neutag „Mit Volldampf“

© Oliver Haas
Es reicht! Wenn Trump, Erdogan und all die unzähligen hirnlosen Rechtspopulisten in Europa mit Realsatire dem Kabarett das Wasser abgraben, dann holt Jens Neutag zum ultimativen Gegenschlag aus. Er geht als Kabarettist in die Politik. Und wenn er schon einmal das Sagen hat, dann wird alles anders, jetzt, sofort und mit VOLLDAMPF. Das ist der Plan und obwohl dann doch alles ganz anders kommt, stellt Jens Neutag eines eindrucksvoll unter Beweis: Er ist der Dampfreiniger des deutschen Kabaretts.
Eine messerscharfe Gegenwartsanalyse mit komödiantischen Mitteln, kurzum: Satire am Puls der Zeit. Pointiert, entlarvend, aber vor allem mit allerhöchstem Unterhaltungsfaktor.
Hochleistungskabarett ganz ohne erhobenen Zeigefinger

Weitere Informationen zu FIVE LIVE finden Sie auf den FIVE LIVE Seiten.


Donnerstag, 27.12.2018, 16:00 Uhr
 
Weihnachtsmärchen nach den Brüdern Grimm
von Thomas Freyer
Gastspiel des Landestheaters Schwaben
Empfohlen ab 5 Jahren
 
Eintritt: 18 €, ermäßigt 12 €, Kinder bis 12 Jahre 6 €, VRM-Mitglieder frei
 
Hans hat Pech: Nach dem Tod des Vaters hat sein ältester Bruder den Hof geerbt, der zweitälteste die Mühle und er nur „die Mietz“. Seine Brüder denken gar nicht daran, die beiden durchzufüttern. Hans fliegt raus. Was soll er nur tun, so ohne Geld und ohne Zuhause?
Aber Hans hat große Träume und in dem vom Vater vererbten Kater steckt mehr als zunächst gedacht: Der Kater ist äußerst gewitzt und zudem höchst sprachbegabt! Er will seinem Herrn ein besseres Leben verschaffen und hat bereits einen Plan ausgeklügelt, wie er Hans Geld beschaffen kann – nur ein Paar schicke Stiefel braucht er zu dessen Umsetzung.
Frisch bestiefelt macht sich der Kater auf den Weg zur Prinzessin, die sich langweilt, weil sie nur Prinzessin sein darf, und zum König, der nichts begreift und nur befiehlt. Und da ist dann auch noch der Diener, der vor lauter Arbeit niemals Zeit zum Träumen hat.
Der sprechende Kater in Stiefeln bringt nicht nur die Träumer zusammen, er verhilft ihnen nach und nach zu Gold und einem Schloss. Und als wäre das nicht genug, rettet er auch noch den König vor dem drohenden Bankrott und sorgt dafür, dass Hans und die Prinzessin zueinander finden.Der gestiefelte Kater, eines der bekanntesten und beliebtesten Märchen der Brüder Grimm, ist ein poetisches und zauberhaftes Vergnügen für die ganze Familie. Das zutiefst unterschätzte Tier, das sich den Menschen in jeder Hinsicht überlegen zeigt, macht Mut zu Veränderung und lässt Träume wahr werden.
Thomas Freyer schuf eine behutsame und kindgerechte wie humorvolle und spannende Adaption.
Die Regisseurin Ingrid Gündisch steht für fantasievolle, verspielte und liebevoll erzählte Geschichten.
Der große Kontrabass begleitet lustig und abwechslungsreich.
 
Dauer etwa 70 Minuten ohne Pause